Besondere Ausbildungen

21./22.09.2018,  - Wochenendlehrgang

Der jährliche Höhepunkt in der Feuerwehrausbildung fand am 21./22.09.2018 mit dem Wochenendlehrgang der Feuerwehren Mörsdorf, St. Gangloff und Reichenbach, diesmal in Mörsdorf statt.

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der 1. Hilfe-Ausbildung. Nach einer theoretischen Auffrischung wurden auch praktisch u.a. Verbände und Herz-Druck-Massage geübt.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es dann mit Stationstraining los. Interessant waren vor allem das Kennenlernen von landwirtschaftlicher Technik und deren möglichen Brandherde, denn gerade im abgelaufenen Erntejahr waren doch zahlreiche Brände an Mähdreschern etc. zu vermelden. Neben dem Klassiker „Leiter“ fand eine besondere Funkausbildung statt. Hier war dem „blinden“ Funkpartner eine Aufbauanleitung für ein Legoauto zu erklären. Gar nicht so einfach.180922_WE_Lg_1

Zwischenzeitlich wurde bei DPD ein Parcours aus diversen Hindernissen für das Atemschutzgerätetraining aufgebaut. Es galt Container zu überwinden, Lasten zu tragen und zu rollen, einen Löschangriff durchzuführen und abschließend noch 1. Hilfe zu leisten, unter Atemschutz wohlgemerkt. Das brachte jeden Teilnehmer ins Schwitzen. 180922_WE_Lg_3

Nach dem Mittagessen folgte die erste Einsatzübung, bei der eine komplexe Lage mit Brandbekämpfung und Rettung einer eingeklemmten Person zu bewältigen war. Alle drei Feuerwehren lösten die komplexen Aufgaben sehr gut.

Die Abschlussübung bestand in einer langen Wasserförderung mit drei nacheinander geschalteten Pumpen, so dass über eine Länge von fast einem Kilometer und 23 m Höhenunterschied am Strahlrohr immer noch 6 bar notwendiger Druck anlagen. Hier konnte insbesondere der Ortsbrandmeister von Mörsdorf Felix Graumüller wertvolle, praktische Erkenntnisse für die Löschwasserbereitstellung erlangen. 180922_WE_Lg_2

Der Abend klang dann gemütlich bei Rostern und ein, zwei Bier gemütlich aus.
 

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reichenbach

Das Wochenende 17.08./18.08.2018 stand in Reichenbach ganz im Zeichen der 90 Jahr Feier der Freiwilligen Feuerwehr. Zur Festsitzung am Freitagabend kamen 150 geladene Gäste ins Bürgerhaus Reichenbach. Der Abend begann mit dem Einmarsch der Feuerwehrmitglieder, anschließend erfolgte die Begrüßung durch den Bürgermeister Ralf Steingrüber fortführend mit den Worten von Pfarrer Stephan Langner mit einer Schweigeminute für den im diesem Jahr verstorbenen Kameraden Alfred Hädrich.

Ortsbrandmeister Rene Ebert führte zur 150 jährigen Geschichte des Feuerwesens in Reichenbach aus. Nach diversen Versuchen der Organisation einschließlich einer Pflichtfeuerwehr wurde 1928 die Freiwillige Feuerwehr beim Amt Roda eingetragen. Über die vielen Jahre waren es die Kameraden die mit Leidenschaft und Engagement sich zum Wohle der Bürger einsetzten. Aktuell verfügt Reichenbach über eine junge, gut ausgebildete und hochmotivierte Einsatzabteilung mit 23 Kameraden/-innen. 9 Kinder und Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr aktiv, sowie 15 Kameraden in der Alters und Ehrenabteilung.

Rene Ebert bedankte sich ausdrücklich bei den Gemeinderäten und dem Bürgermeister für die notwendigen finanziellen Mittel aus dem leider begrenzten Haushalt der Gemeinde. Umso ehrenwerter ist die Unterstützung der Feuerwehr durch Betriebe und Privatpersonen anzusehen, die hier eine wichtige soziale Aufgabe in der Gemeinschaft mit übernehmen. Nicht zuletzt ist die Arbeit des Feuerwehrvereins hervorzuheben, dessen Aufgabe vor allem die Tätigkeiten rund um die gesellschaftlichen Aufgaben der Feuerwehr sind, wie z.B. auch die Ausrichtung der Festveranstaltung und des Feuerwehrballs am Samstag. Abschließend wünschte sich der Ortsbrandmeister auch zur 100 Jahr Feier von einer gut ausgestatteten und einsatzbereiten Feuerwehr berichten zu können.

Landrat Andreas Heller betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Eigenständigkeit der Feuerwehr und freute sich über die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Feuerwehren Reichenbach und St. Gangloff. Reichenbach sei zudem ein Dorf, das einfach funktioniert. Er sicherte der Feuerwehr Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten zu.

Etwas eindringlicher griff MdL Wolfgang Fiedler das Thema auf und erinnerte die Bürgermeister und Gemeinderäte daran, dass die erste Pflicht der Gemeinde die Sicherstellung der Feuerwehr sei. Zudem sei die Feuerwehr, entgegen vieler anderer wichtiger Vereine, ein Ehrenamt, um andere Menschen in Not zu helfen. Dabei setzen sich die Kameraden selbst Gefährdungen aus.

Im Anschluss erfolgten die Ehrungen für langjährige treue Dienste in der Feuerwehr:

10 Jahre:Katja Trauboth, Martin Trauboth, Leon Hädrich, Norman Fuchs
25 Jahre:Hagen Weiland, Ralf Steingrüber, Rene Ebert
40 Jahre:Roland Ebert, Wolf-Dieter Naupold, Frieder Fruth
50 Jahre:Volkmar Schlesier, Bernd Undeutsch, Walter Heuschkel, Dieter Sander
60 Jahre:Lothar Köhler, Siegmund Lunderstädt, Manfred Oelsner, Dieter Streipart

In der nächsten Runde standen die Beförderungen auf dem Programm:

Feuerwehrmann / frau:Martin Trauboth, Katja Trauboth
Oberfeuerwehrmann:Bastian Sachse, Marc Ulmitz, Florian Riedel, Ronny Röder
Hauptfeuerwehrmann:Enrico Taubert, Thomas Löffler
Löschmeister:Norman Fuchs
Oberlöschmeister:Pascal Streipart

Der Landesverband der Feuerwehr zeichnete langjährige Förderer und Unterstützer der Feuerwehr mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk aus:

Margot und Otto Sieler, MT Mörsdorfer Transport GmbH, vertreten durch Anja Thomas und EMG Energie-Management GmbH, vertreten durch Ronny Sokolowsky.
Und wie es sich für eine richtige Geburtstagfeier gehört, bekam dann auch die Reichenbacher Feuerwehr zahlreiche Geschenke von den Vereinen aus Reichenbach, den Feuerwehren der VG, der Partnerwehr Großbellofen sowie vom Landrat Andreas Heller, MdL Wolfgang Fiedler, der VG Vorsitzenden Constance Möbius und von der Gemeinde Reichenbach. Der anschließende Abend klang bei gutem Essen, Tanz zu Musik von WILM und vielen interessanten Gesprächen fröhlich aus.

Der Samstagnachmittag galt den Zuschauern und Gästen des Feuerwehrfestes. Die herausgeputzten Feuerwehrfahrzeuge standen glänzend im Sonnenlicht in Reih und fanden viele Bewunderer. Besondere Schmuckstücke waren der G5 der Hermsdorfer Wehr sowie deren ausgefahrene Drehleiter. Dass die Technik auch benutzt wird, zeigten zunächst die Jüngsten aus der Jugendfeuerwehr beim sogenannten Bundeswettkampf. Hier gab es zahlreiche Aufgaben unter den staunenden Augen der Angehörigen zu bewältigen, einschließlich dem Zielspritzen.

Die Einsatzabteilungen rückten dann mit Blaulicht und Sirene zu einem simulierten Brandereignis mit Verkehrsunfall an. Während die Feuerwehr Reichenbach sich auf die Löschung des Brandes unter Atemschutz konzentrierte und dabei von der Feuerwehr Mörsdorf Unterstützung erhielt, führte die Feuerwehr St. Gangloff das Thema Verkehrsunfall vor. Dabei galt es eine Person mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung sanft und sicher aus dem Auto zu holen. Zur Arbeitsfreiheit wurde das Fahrzeug kurzerhand zum Cabrio geschnitten. Danach konnte des Spineboard angelegt und der Verletzte sicher aus dem Auto gehoben werden.

Die rund 300 Zuschauer waren von der Vielfältigkeit der Aufgaben und dem harmonischen Zusammenspiel aller drei Wehren beeindruckt.

Nach der Übung konnten sich die sichtlich durchgeschwitzten Kameraden wieder zivile Kleidung anlegen und gemeinsam mit den Gästen, Zuschauern und Verwandten den anschließenden Feuerwehrball im Bürgerhaus Reichenbach feiern.

Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach bedankt sich an dieser Stelle bei allen Helfern, mitwirkenden Vereinen, den Partnerwehren St. Gangloff und Mörsdorf sowie der Stützpunktwehr Hermsdorf, den Gästen und Zuschauern, Sponsoren und Förderern für dieses schöne und würdige Jubiläumswochenende.

Wer vielleicht am Wochenende auf den Geschmack gekommen ist, kann gerne dienstags ungerade Kalenderwoche um 19 Uhr beim Gerätehaus vorbeischauen und mitmachen.
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Gruppenfoto vor dem Bürgerhaus
Foto: Sandra Lüdecke

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Nach der Beförderung: v.l. Oberlöschmeister Pascal Streipart, Löschmeister Norman Fuchs, Hauptfeuerwehrmänner Enrico Taubert und Thomas Löffler, Oberfeuerwehrmänner Marc Ulmitz, Bastian Sachse und Ronny Röder, Feuerwehrfrau Katja Trauboth und Feuerwehrmann Martin Trauboth
Foto: Roland Ebert

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Die Jüngsten aus der Jugendfeuerwehr voller Aufregung vor ihrem großen Auftritt
Foto: Roland Ebert

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Feuerwehr Reichenbach beim Löschangriff auf den sumilierten Brandherd
Foto: Ivonne Eicker

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Professionelle Rettung eines Verletzten aus dem verunfallten Fahrzeug durch die Fw St. Gangloff
Foto Roland Ebert

10.10.2017, 18.48 Uhr - Alarmierung Großübung

Alarmierung wegen einer Verpuffung und eingeklemmten Personen auf dem Gelände von EHL in Mörsdorf.

Der Einsatz war eine Großübung aller VG-Feuerwehren. Die Feuerwehr Reichenbach war mit dem Klf und der Lf 16 mit insgesamt 15 Einsatzkräften vor Ort. Neben der obligatorischen langen Wegestrecke zur Löschwasserförderung waren die Reichenbacher auch als Atemschutzgeräteträger und zum Retten von Personen im Einsatz.

Insgesamt nahmen an der Übung 5 Feuerwehren mit 57 Einsatzkräften teil.

Der Einsatz wurde gegen 20.00 Uhr beendet und die Einsatzbereitschaft gegen 21.00 Uhr wieder hergestellt.

22./23.09.2017,  - Wochenendlehrgang

Am 22./23.09.2017 trafen sich die Feuerwehren von St. Gangloff, Mörsdorf und Reichenbach zum Wochenendlehrgang, diesmal in St. Gangloff. Ortsbrandmeister Jan Hänse hatte ein abwechslungsreiches und volles Programm erarbeitet, so dass es am Freitag Abend auch gleich richtig los ging.

Angenommen wurde ein Brand in der METRO-Lagerhalle im Reichenbacher Gewerbegebiet. Alle drei Feuerwehren bauten eine Wasserversorgung am METRO-eigenen Löschwassernetz auf, nahmen mehrere Strahlrohre parallel in Betrieb und gaben so in der Summe bis zu 4.000 l/min ab. Mit diesem Härtetest wurde gleichzeitig die Funktionstüchtigkeit des METRO-eigenen Systems erfolgreich überprüft. Während der Rückbauarbeiten nahmen die Führungskräfte aller drei Wehren eine feuerwehrtechnische Begehung des gesamten Objektes vor, um die Ortskenntnisse in der großen Anlage zu festigen.

Der Samstag bestand aus einem gut ausgeklügelten Stationsbetrieb in der Ortslage St. Gangloff. An der ehemaligen Schule wurde die Benutzung der dreiteiligen Schiebleiter und der vierteiligen Steckleiter inklusive dem Einstieg durch Fenster trainiert.

Im Gewerbegebiet lernten die Kameraden/-innen bei der Fa. Horges Lagertechnik, die freundlicherweise ihre Anlage als Lernobjekt zur Verfügung stellte, die Funktionsweisen einer Brandmeldeanlage kennen. Der Dank geht an dieser Stelle auch an Robert Plötner und Peggy Plötner von der Hermsdorfer Feuerwehr, die diese Schulung durchführten.

Auf dem Hof vor der Feuerwehr waren die Stationen Gerätekunde und Erste Hilfe zu durchlaufen. Neben der obligatorischen theoretischen Ausbildung zu Schläuchen, Strahlrohren und Atemschutzgeräten, durften die Teilnehmer bei der Ersten Hilfe auch selbst ran. Dabei war das Retten einer Person aus einem Fahrzeug noch die einfachere Aufgabe, denn bei der 3-minütigen Herz-Druck-Massage an der Testpuppe kam man nicht nur wegen des sonnigen Spätsommerwetters in Schwitzen. 170923_WE_Lehrgang

Interessant war auch wieder das Öffnen von verunfallten PKW. Das Training fand im Gewerbegebiet auf dem Gelände von Ludwig und Daniel Eberhardt statt. Hier lernten die Kameraden/-innen wie mit einfachen Mittel effektiv ein verunfalltes Auto zunächst gesichert und anschließend verklemmte Türen mittels hydraulischen Schere/Spreizer geöffnet werden können. Und dabei kommt es auf den richtigen Ansatzpunkt an, um schnell und mit geringer Kraftaufwendung zu arbeiten. Ortbrandmeister Jan Hänse dankt dem AHK Hermsdorfer Kreuz für die Zurverfügungstellung der Fahrzeuge sowie Fa. Auto-Herrmann GmbH für den Anhänger zum Transportieren.

Gegen 16.30 Uhr ertönte dann die Sirene zur Abschlussübung. Angenommen wurde ein Brand in der ehemaligen Schule mit zwei vermissten Personen. Trotz kurzer Anfahrtswege konnte der Innenangriff nicht sofort starten, da zunächst die Wasserversorgung sicher zu stellen war. Bedingt durch das Hydrantensystem bauten die Feuerwehren zwei unabhängige Versorgungswege auf.

Erst dann durften die Einsatzkräfte mit Atemschutz in den Innenangriff. Realitätsnah mittels Nebelkanonen wurde die Sicht im Innenbereich auf 20 cm begrenzt, so dass nur kriechend vorgegangen werden konnte. Das Absuchen von mehreren Räumen brachte die Kameraden an die Belastungsgrenze, zumal jeder ja noch 40 kg Ausrüstung bei sich trug. Nach dem Auffinden beider vermisster Personen und dem „Löschen“ des Brandes war die Übung gegen 17.30 Uhr beendet.

Bei der abschließenden Besprechung stellten die drei Ortsbrandmeister einen guten Ausbildungsstand und vor allem eine gute Abstimmung und Zusammenarbeit der drei Feuerwehren fest. Bedankt wurde sich bei etwa 30 Kameraden/innen, die an den beiden Tagen ihre Freizeit für die Ausbildung und damit für die Sicherheit der Bürger in den Gemeinden opferten.

Ein großer Dank kam von den Kameraden/innen an den Feuerwehrverein St. Gangloff, der sich für beide Tage für die kulinarische Versorgung auszeichnete. Traditionell klang der Samstagabend bei Roster, Brätel und dem ein oder anderen Bier aus.

Text: Ronny Röder

26.08.2017      Tag der offenen Tür 2017

Für den diesjährigen „Tag der offenen Tür“ am 26.08.2017 der Reichenbacher Feuerwehr hatte sich die Wehrleitung um Rene Ebert einen besonderen Höhepunkt für die rund 150 Besucher ausgedacht.

Bei einer kleinen Übung demonstrierten die Kameraden das Vorgehen bei einem angenommenen Zimmerbrand. Während des Aufbaues der Wasserversorgung, an dieser Stelle geht der Dank an die St. Gangloffer Feuerwehr für die Unterstützung mit ihrem Wassertank im Löschfahrzeug, statteten sich Norman Fuchs und Enrico Taubert mit Atemschutz aus. In tiefer Gangart ging es dann zum Brandherd. Dieser wurde zunächst mit Sprühstrahlen abgekühlt und anschließend gezielt gelöscht.

Tag der offenen Tür 2017


Danach konnten die Besucher sich selbst am Feuerlöscher an der extra noch glimmen gelassenen Brandstelle ausprobieren und die Fahrzeuge samt Technik besichtigen. Die Jüngsten übten sich derweil beim Zielspritzen mit der Kübelspritze oder bauten hohe Türme mit den Holzbauklötzen.

Damit bei dem schwülwarmen Wetter keiner dursten und hungern musste, sorgte der Feuerwehrverein in gewohnter Form für die kulinarische Ausgestaltung der Veranstaltung.

Die Feuerwehr bedankt sich bei allen Besuchern für Interesse und lädt zum Frühschoppen zum Tag der Deutschen Einheit ab 10.00 Uhr ans Gerätehaus ein. Der Rost wird brennen.

Text: Ronny Röder
Foto: Ralf Steingrüber

08.04.2017      Großübung der VG-Feuerwehren

Für das Training von Gefahrenlagen unter realen Einsatzbedingungen stellt sich den Feuerwehren immer wieder die Frage nach einem geeigneten Übungsobjekt. In diesem Jahr bot sich die Wohnungsgenossenschaft Hermsdorf mit ihrem sich in der Entkernung befindlichen großen Objekt des geplanten Seniorenwohnheims in der Hermsdorfer Erich Weinert-Straße 25 an.

Ziel der Übung war es insbesondere die komplexen Aufgaben der Einsatz- und Abschnittsleiter zu trainieren und gleichzeitig die Feuerwehrkameraden im Innenangriff unter Atemschutz zu testen. Als Einsatzleiter stellte sich der Mörsdorfer Ortsbrandmeister Felix Graumüller zur Verfügung und so wurde das Objekt fiktiv der Gemarkung Mörsdorf zugeordnet.

Am Samstag den 08.04.2017 ging dann um 15.44 Uhr die Alarmmeldung ein und die Feuerwehr Mörsdorf rückte als erste Wehr an. Vor Ort stellte der Einsatzleiter Felix Graumüller als erste Lage Rauchentwicklung im Keller mit vermissten Personen und zu rettende Personen im 4. OG fest. Daraufhin wurde die Stützpunktfeuerwehr Hermsdorf alarmiert, die mit ihrem kompletten Löschzug samt Drehleiter ausrückte, während vor Ort die Mörsdorfer Kameraden bereits mit dem Aufbau der Wasserversorgung begannen.

Da in solchen Brandfällen im sogenannten Innenangriff zahlreiche Atemschutzgeräteträger benötigt werden, wurden entsprechend der Alarmierungskette die Feuerwehren Reichenbach und St. Gangloff nachalarmiert und die Kameraden rüsteten sich dann nach dem Eintreffen mit Atemschutz aus.

Im ersten Abschnitt baute die Feuerwehr Hermsdorf mit ihrer Drehleiter eine Leiterbrücke zu den rettenden Personen im 4. OG auf. Die Kameraden stiegen unter Atemschutz die Drehleiter hinauf und konnten die Personen dann sicher auf den Weg über die Leiter nach unten führen. Hier war auch für die Einsatzleitung die Lage visuell sehr übersichtlich.

Im zweiten Abschnitt des Innenangriffes im Kellergeschoss mussten sich die Einsatz- und Abschnittsleitung ausschließlich auf die Angaben der Lage vor Ort über Funk verlassen. Für die Atemschutzgeräteträger war es Schwerstarbeit im Kriechgang mit Sichtweiten, dank einer perfekten Verneblung, von nicht mehr als 10 cm durch den Keller sich zum simulierten Brandherd vorzubewegen. Dabei mussten neben der eigentlichen Brandbekämpfung auch noch die vermissten Personen gefunden und gerettet werden.

Die enorme Herausforderung bestand für den Einsatzleiter darin, die vier Feuerwehren mit 50 Kameraden zu koordinieren und sich permanent mit seinen Abschnittsleitern über die aktuellen Lagen austauschen, während sich die Abschnittsleiter über Funk ihre Trupps zu führen hatten.

Spannung kam dann noch einmal auf, als ein Feuerwehrtrupp im Keller als vermisst gemeldet wurde. Nun war Eile geboten und die Kameraden vom Rettungstrupp konnten für die Suche im vernebelten Keller die Wärmebildkamera testen. Mithilfe dieser Wärmebildkamera fanden sie den vermissten Trupp schnell und retteten ihn aus der Gefahrenzone.

Kurz vor 17 Uhr wurde dann die Übung beendet. In einer Kurzauswertung vor Ort schauten sich die Atemschutzgeräteträger den Keller ohne Verneblung an und glichen damit ihre Wahrnehmung im vernebelten Raum mit dem tatsächlichen Eindruck vor Ort ab.

Nachdem das Übungsobjekt geräumt war, zogen sich die Feuerwehren zum Stützpunkt nach Hermsdorf zurück und wurden mit einer kulinarischen Versorgung mit Rostern und Getränken durch die Wohnungsgenossenschaft begrüßt.
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Nach der Stärkung werteten die vier Übungsbeobachter gemeinsam mit den Kameraden den Einsatz aus. Den Kameraden wurden eine hohe Einsatzbereitschaft und eine gutes Vorgehen bei Brandbekämpfung und Menschenrettung bescheinigt. Die Übung hatte auch den Zweck Verbesserungspotentiale im Einsatz aufzudecken. Diese Details wurden angesprochen und werden dann in den einzelnen Feuerwehren während des Dienstunterrichtes weiter trainiert.

Im Namen der 4 VG-Feuerwehren gilt abschließend nochmal ausdrücklich der Dank der Wohnungsgenossenschaft Hermsdorf mit dem Technischen Vorstand Steffen Preiß für die Unterstützung der Großübung und den kulinarischen Empfang im Stützpunkt.

Text: Ronny Röder

24.09.2016      Wochenendlehrgang der drei Feuerwehren

Für den Wochenendlehrgang der Feuerwehren St. Gangloff, Mörsdorf und Reichenbach am 23./24.09.2016 zeichnete sich die Reichenbacher Wehr verantwortlich. Der Freitagabend begann mit dem Eintreffen der Feuerwehren auf dem Sportplatz Reichenbach und stand dann ganz im Zeichen der Feuerwehr Hermsdorf, die sich zur Freude der Kameraden/innen nach längerer Pause in die Ausbildung als zuständige Stützpunktfeuerwehr mit einbrachte.

Alle Atemschutzgeräteträger durften einmal die Hermsdorfer Drehleiter bis in ca. 20 m Höhe unter voller Ausrüstung als Training besteigen. Die anderen Kameraden/innen machten sich mit der Beladung des Rüstwagen 1 der Hermsdorfer Feuerwehr und des KLF Thüringen Edition Reichenbach der Reichenbacher Wehr vertraut. Die zwei Stunden Ausbildung vergingen wie im Flug und anschließend erfolgte das gemeinsame Abendessen.

Wochenendlehrgang 2016



Am Samstagmorgen begann mit dem Sonnenaufgang auch der Tag der rund 30 Teilnehmer/innen des Lehrgangs. Für die Vormittag Ausbildung hatten sich Ortsbrandmeister Rene Ebert und sein Stellvertreter Pascal Streipart ein paar innovative Ausbildungsinhalte einfallen lassen, die durchaus für einen Auftritt bei „Wetten Dass“ gereicht hätten. Das Ziel dabei war die koordinative und kreative Anwendung des Feuerwehrwissens in der gemischten Gruppe.

An der ersten Station wurde die Funktionalität des pneumatischen Hebekissensets spielerisch mit dem Ziel geübt, dass aus einem großen Wasserbehälter über das Anheben/Ablassen der Hebekissen über ein Schlauchsystem ein Wassereimer mit exakt 8 l zu befüllen war. An der zweiten Station war viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit dem hydraulischen Spreizer der St. Gangloffer Wehr gefragt. Mit dem Gerät, womit man sonst verunfallte Fahrzeuge mechanisch öffnet, sollten rohe Eier aufgenommen und ohne Schaden 5 m weiter wieder abgelegt werden. Dabei blieben erstaunlich viele Eier ganz.

Neben der Funk- sowie der obligatorischen Leiter-Knoten Ausbildung brachten sich nochmals die Hermsdorfer Kameraden mit der Drehleiter ein. Die Teilnehmer lernten hierbei die vielfältigen Funktionen der Drehleiter, die Zusatzausstattungen und die richtige Anwendung kennen. So wird die Drehleiter neben dem klassischen Einsatz zur Brandbekämpfung auch als mobiler Flutlichtmast, als Kran zur Fahrzeugbergung, mit Krankentrage als Hilfsmittel für den Transport von Personen durchs Fenster und als Arbeitskorb verwendet werden. Der Dank der Teilnehmer geht hier noch mal ausdrücklich an die Hermsdorfer Wehr.

Der Reichenbacher Feuerwehrverein zeichnete sich das ganze Wochenende lang für die kulinarische Versorgung verantwortlich und stärkte am Samstagmittag die Kameraden/innen für die darauffolgende Großübung.

Um 13.30 Uhr erklang die Sirene und die Wehren wurden zu einem angenommenen Brand in der Lagerhalle von Günter Häseler gerufen. Den Reichenbachern kam bauartbedingt durch ihr Fahrzeug der Lf 16 Katschutz die Aufgabe der Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke zu. Es wurde vom Halbteich über rund 500 m Wegstrecke eine Wasserversorgung zur Zwischenpumpe Lf 16 Höhe Gerätehaus aufgebaut. Derweil rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger der anderen beiden Wehren für den Innenangriff aus und verlegten die entsprechenden Schlauchleitungen.

Was sich einfach anhört, war für die Einsatzleitung bestehend aus Pascal Streipart und Felix Graumüller harte koordinative Arbeit, denn beide mussten drei Wehren und die eigenen Leute über Funk steuern. Und permanent kamen neue Aufgaben und Lagen von der Einsatzleitstelle, die Rene Ebert simulierte, hinzu.

Nach gut zwei Stunden war die Übung beendet und der Rückbau begann. Währenddessen hielten die beteiligten Gruppenführer eine Auswertung der Übung und stellten Potentiale zur Optimierung fest. Zum Abschluss beschied Ortsbrandmeister Rene Ebert den Kameraden einen guten Ausbildungsstand, hohe Einsatzbereitschaft und eine gutes Zusammenspiel aller drei Wehren.

Traditionell klang der Samstagabend bei Roster, Brätel und dem ein oder anderen Bier aus. Zuvor bedankte sich Bürgermeister Wiedenhöft im Namen seiner beiden Bürgermeisterkollegen für die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden/-innen und wünschte immer Gutes Gelingen.

Ronny Röder

alle Fotos: Roland Ebert

02.09.2016      Tag der offenen Tür 2016

Bei besten Sommerwetter begingen die Kameraden/innen der Fw Reichenbach am 02.09.2016 ihren Tag der offenen Tür.

Tag der offenen Tür 2016

Dabei sorgten vor allem die jungen Kameraden der Jugendfeuerwehr für diverse Vorführungen. Neben Torwandschießen  und Slacklinebalancieren für die Jüngeren waren Kaffee, Kuchen und herzhaftes vom Grill wie auch ein kühles Bier bei allen Besuchern willkommen. 

01.05.2016        Neue Schutzkleidung für Einsatzabteilung

Vor wenigen Tagen erhielten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach ihre neuen persönlichen Schutzausrüstungen, bestehend aus Jacke, Hose, Schutzschuhe, Helm und Handschuhen. Damit werden die teilweise 20 Jahre alten, nicht mehr normgerechten Ausrüstungen abgelöst. Mit dieser Maßnahme setzt die Gemeinde Reichenbach die stetige Modernisierung ihrer Feuerwehr fort.

Bereits letztes Jahr konnte man neben neuem Spezialwerkzeug auch ein pneumatisches Hebekissenset anschaffen, was bei der technischen Hilfeleistung zur Rettung von eingeklemmten Personen dient.

Zur traditionellen Maifeier des Feuerwehrvereins führten die Kameraden den interessierten Bürgern die neuen Ausrüstungen vor und erläuterten die wesentlichen Neuerungen. Ortsbrandmeister Rene Ebert bedankte sich an dieser Stelle beim stellv. Bürgermeister Andreas Rosenkranz sowie den Gemeinderäten für die intensive und konstruktive Zusammenarbeit. Gemeinsam hatte man trotz angespannter Haushaltslage, Mittel und Wege gefunden, die notwendigen Modernisierungen in der Feuerwehr etappenweise umzusetzen. 160501_neue Ausrüstung
Auf die gute Qualifikation der 25 Mitglieder der Einsatzabteilung legen Bürgermeister und Ortsbrandmeister ebenfalls großen Wert. Gut die Hälfte der Kameraden nahmen in den vergangenen Monaten an Kreisausbildungen zum Truppmann (4), Truppführer (1), Atemschutzgeräteträger(4), Maschinisten (2); der Technischen Hilfeleistung (2) und am Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ (1) erfolgreich teil. Dabei investierten die Kameraden einen großen Teil ihrer Wochenendfreizeit, um sich weiterzubilden.
 
Die Bürger von Reichenbach und Umgebung können sich damit im Ernstfall auf eine motivierte, gut ausgebildete und einsatzbereite Feuerwehr verlassen. Dienstags in der ungeraden Woche um 19.00 Uhr ist Dienstunterricht im Gerätehaus. Wer Interesse an der Feuerwehrtätigkeit hat, kann gern einmal vorbeischauen.

Foto: v.l. Ortsbrandmeister Rene Ebert erläutert stellv. Bürgermeister Andreas Rosenkranz die Steuerung des Hebekissensets. Florian Riedel und Marcel Scholz in den neuen Schutzkleidungen. Pascal Streipart stellv. Ortsbrandmeister

Text / Foto  R.R.

08.12.2015        Großübung in Reichenbach

Die Kameraden der Fw Reichenbach bereiteten sich gerade auf den Dienstunterricht vor, da erschellte um 19.09 Uhr die Sirene in Reichenbach. Die Kameraden rückten mit dem Klf und dem LF 16 aus. Die Kameraden der Fw St. Gangloff wurden ebenfalls alarmiert. Der Einsatzbefehl hieß: Brand im Wohnhaus mit vermisster Person im Hof von Andreas Sieler.

Beim Eintreffen am Einsatzort war für die Kameraden innerlich kurzes Durchatmen, denn es stellte sich heraus, dass sie zur Großübung gerufen worden. Die Aufgaben blieben aber gleich: Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke von der “Quelle”, Ausleuchten der Einsatzstelle und Suchen der vermissten Person bis zum “Löschen” des Brandes.

Unter realen Bedingungen im Dunkeln konnten so die Arbeiten der Kameraden geprüft und die Zusammenarbeit mit der Fw St. Gangloff trainiert werden. Insgesamt probten knapp 30 Kameraden diesen Einsatz.

Gegen 19.45 Uhr wurde dann die Übung beendet und der Rückbau und das Aufräumen war angesagt. Um 21.00 Uhr war dann die Fw Reichenbach wieder einsatzbereit. Für die Einsatzleitung und die Gruppenführer fand dann die Auswertung des Einsatzes statt.

Die Fw Reichenbach bedankt nochmal ausdrücklich bei Andreas Sieler zur freundlichen Überlassung seines Hauses für die Übungszwecke.

Text R.R.

18./19.09.2015        Wochenendlehrgang 2015

Am 18./19.09.2015 nahmen die Kameraden/-innen der Reichenbacher Feuerwehr am gemeinsamen Wochenendlehrgang der Feuerwehren Mörsdorf und St. Gangloff in Mörsdorf teil. Die Teilnehmerstärke aller 3 Feuerwehren variierte in den beiden Tagen, lag im Mittel aber bei 25 Kameraden/-innen

Am Freitagabend ab 18.00 Uhr stand Theorie auf dem Programm. Zu Beginn erfuhren die Kameraden/-innen wichtige Informationen zu Notfall- und Nachseelsorge bei besonders psychisch belastenden Einsätzen. Anschließend erläuterte Rene Ebert die Reichenbacher Neuanschaffung der pneumatischen Hebekissen. Als Abschluss konnten die Teilnehmer sich per Video einen Überblick über die bauliche und brandschutztechnische Lage im DPD Verteilzentrum Mörsdorf machen. Gegen 22.00 Uhr war der erste Tag beendet.

Foto Wochenendlehrgang 2015

Samstagmorgen ab 8.00 Uhr waren die praktischen Ausbildungen angesetzt. Im ersten Teil wurden Gerätekunde und Reanimationsmaßnahmen mit Defibrillator ausgebildet, während die Atemschutzgeräteträger unter Atemschutz übten. In der zweiten Runde wurden Nottüröffnung, Arbeiten mit Leitern und Gerätekunde an der FP/N 8/8 gelehrt.

Nach dem Mittagessen probierten die Teilnehmer im Gelände der Firma Schwerlast Weise die Hebekissen im praktischen Einsatz aus, trainierten die Bergung eines verunfallten Kfz und übten sich in der Ersten Hilfe

Kurz nach 16.00 Uhr erschallte die Sirene in Mörsdorf (versehentlich auch in Reichenbach und St. Gangloff). Simuliert wurde ein Brandereignis in einer alten LPG-Halle, bei der eine Wasserversorgung zum Feuerlöschteich über rund 720 m aufgebaut werden musste. Die Reichenbacher Feuerwehr übernahm dabei die mit LF 16 und TS 8 die Wasserversorgung vom Feuerlöschteich. Die Übung endete gegen 18.00 Uhr erfolgreich. Nach Auswertung, Abendbrot und Herstellen der Einsatzbereitschaft war der offizielle Teil gegen 20.00 Uhr beendet.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an die Organisatoren des Wochenendlehrganges, die Feuerwehr Mörsdorf unter Leitung von Felix Graumüller als Gastgeber dieses Lehrganges und an alle Kameraden/-innen für die disziplinierte Teilnahme

Text und Foto: R.R.

23.01.2015        Vorführung Wohnungsbrand

Im Rahmen des alljährlichen Weihnachtsbaumverbrennen auf dem Reichenbacher Sportplatz unter Aufsicht der Fw Reichenbach fand in diesem Jahr eine Demonstrationsvorführung eines Wohnungsbrandes, ausgelöst durch Kerzen statt.

Dazu hatten die Kameraden am Vortag eine “Wohnung” mit Sesseln, Vorhängen, Tisch und Weihnachtsbaum in einer ausgemusterten Verkaufsbaracke liebevoll aufgebaut. Zur Veranstaltung wurde mit dem auslösenden Feuer etwas nachgeholfen, aber für alle Anwesenden war beeindruckend zu sehen, wie schnell und wie intensiv sich das Feuer ausbreitet. Ebenso konnte man gut das Brandverhalten der üblichen Einrichtungsgegenstände wie einem Sessel beobachten.

Weihnachtsbaumverbrennen

Nach dieser Vorführung wurde der Brand gezielt auf den Weihnachtsbaumhaufen übergeleitet und alle Anwesenden konnten bei Glühwein und brennenden Weihnachtsbäumen den  Abend ausklingen lassen.

Text: R.R., Foto: Fw Reichenbach

19./20.09.2014        Wochenendlehrgang

An diesem Wochenende fand der traditionelle Wochenendlehrgang der Einsatzabteilung der Feuerwehr Reichenbach statt. Die Reise ging nach Süden zur benachbarten Feuerwehr St. Gangloff. Als dritte Wehr waren die Mörsdorfer Kameraden anwesend. Hauptthema des Lehrganges war die Erste-Hilfe-Versorgung von Verunfallten. Neben Theorie wurden auch die Praxis an “echten” (perfekt geschminkten) Verletzten trainiert. Der Lehrgang gang als voller Erfolg gewertet werden. An dieser Stelle nochmals Dank an die St. Gangloffer Kameraden für die Durchführung des Lehrganges.

Text: R.R.

08.04.2014         Besuch des Jagdbergtunnels bei Jena

Auf Einladung der Feuerwehr Bucha besuchte unsere Einsatzabteilung gemeinsam mit den Kameraden der Fw St. Gangloff den neuen Jagdbergtunnel der Autobahn A 4 bei Jena.

Der Jagdbergtunnel zwischen den Anschlusstellen Jena-Göschwitz und Bucha (neu) der Autobahn A 4 ist 3.100 m lang. Der Tunnel hat für jede Richtungsfahrbahn eine eigene Röhre, die ca. alle 500 m mit sogenannten Querschotts verbunden sind. In der Mitte des Tunnels befindet sich ein 130 m hoher Rauchabzugskamin, der im Brandfall mit Hilfe von Ventilatoren für einen schnellen Rauchabzug sorgen soll.  Nach Inbetriebnahme des Tunnels wird die Verkehrsüberwachung und die Feuerwehrkoordinierung über die zentrale Tunnelleitstelle von Zella-Mehlis aus erfolgen. Zahlreiche Kameras und elektronische Hilfsmittel sollen dann einen gezielten Einsatz im Unfall bzw. Brandfall ermöglichen. Die Eröffnung des Tunnels ist für das III. Quartal 2014 geplant.140408_Tunnel Jena_klein

Die Freiwillige Feuerwehr Bucha und die Berufsfeuerwehr Jena werden für die Brandbekämpfung im neuen Jagdbergtunnel, zuständig sein. Die Fw Bucha wird vorrangig für die Richtungsfahrbahn Dresden zuständig sein und hat durch die neue Anschlussstelle Bucha auch räumlich optimalen Zugang zum Tunnel. Für die notwendige Feuerwehrtechnik erhält die Fw Bucha ein neues Gerätehaus. Hier begann auch die Führung für unsere beiden Feuerwehren. Im Rohbau des neuen Gerätehauses erläutere uns Kamerad Axel Thomas der Buchaer Feuerwehr die Plätze der neuen Feuerwehrautos, den Unterrichtsraum sowie die Geräteräume. Anschließend führte er uns durch den Tunnel und informierte uns ausführlich über die eingebauten Brandbekämpfungsanlagen. Weitere Themen bildeten die Techniken der Brandbekämpfung/Rettung im Einsatzfall sowie die Ausbildung in der Tunnelbrandbekämpfung in der Schweiz.

Jagdbergtunnel

Text und Foto: R.R.

04.03.2014         Unterweisung in Notfallmanagement der DB AG

In einem gemeinsamen Dienstunterricht bei der Feuerwehr Hermsdorf wurden die Kameraden der Fw Reichenbach in die Besonderheiten bei Einsätzen im Bereich der DB AG, hier insbesondere auf der Strecke Stadtroda - Kraftsdorf. durch den zuständigen Notfallmanager der DB AG Herrn Klee unterwiesen.

In dem zweistündigen Vortrag erläuterte Herr Klee die Strukturen der DB AG, die Handlungs- und Meldekette bei Einsätzen an Banhstrecken sowie Fahrzeugkategorien. Dabei lag das Augenmerk vor allem auf der Sicherheit der Feuerwehr bei den Einsätzen vor allem bein Einsätzen an Gleisanlagen z.B. Windbruch, Waldbrand oder Verkehrsunfall. Oberste Priorität hat dabei die Sperrung der Bahnstrecke vor dem Beginn der eigentlichen Hilfeleistung.

Text: R.R.

11./12.10.2013         Wochenendlehrgang in Reichenbach

Der 2013er Wochenendlehrgang der beiden Feuerwehren St. Gangloff und Reichenbach fand in Reichenbach statt. Zum Auftakt am Freitagabend erläutere Roland Ebert die Handhabung, die verschiedene Bauarten und Einsatzmöglichkeiten (Pulver, Wasser, CO2) sowie den effektiven Einsatz von Feuerlöschern.

Der Samstagmorgen begann mit Stationsbetrieb auf dem Sportplatz in Reichenbach. Atemschutztraining, Feuerwehrknoten, Aufbau von Saug- und Schlauchleitungen sowie die praktische Anwendung der am Abend zuvor erlangten Kenntnisse beim Umgang mit Feuerlöschern standen auf dem Programm.131210_WE_Lehrgang_klein

Zur Mittagspause wurden die Kameraden vom Feuerwehrverein Reichenbach mit einer wohlschmeckenden warmen Mahlzeit (vielen Dank an den Verein für die gesamte Versorgung) gestärkt, um sich anschließend auf das “Kfz-Geschäft” vorzubereiten

Geübt wurden auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie die Bergung von Personen aus einem verunfallten PKW einschließlich dem Zerlegen des Fahrzeuges mittels Hydraulikscheren. Beim anschließenden Löschen eines brennenden PKW kamen sowohl Feuerlöscher wie auch das HDL vom KLF zum Einsatz. Beide Varianten brachten in kurzer Zeit den notwendigen Löscherfolg.

Nach kurzer Pause ertönte dann der Alarmruf zur Abschlussübung. Es wurde ein Brand auf dem Gelände der Mörsdorfer Transport GmbH simuliert. Dabei lag die Aufgabe der Reichenbacher Wehr auf dem Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke (Löschteich im Gewerbegebiet). Die Kameraden aus St. Gangloff bereitet sich auf den Innenangriff und die Bergung einer vermissten Person vor. Die Übung wurde erfolgreich abgeschlossen und die Mörsdorfer Transport spendierte Kaffee, Kuchen  und Kaltgetränke.

Am Abend wurde der Lehrgang von beiden Wehrleitern ausgewertet und in gemütlicher Runde beendet.

Fotos vom Wochenendlehrgang

Text: R.R., Foto: Ralf Steingrüber

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach

Freiwillige Feuerwehr Reichenbach

Freiwillige Feuerwehr des Porzellan - Dorfes Reichenbach im Thüringer Holzland - SHK - Saale-Holzland-Kreis am Hermsdorfer Kreuz